H&N Service - Marke, Logo-System, Website.
E-Check, DGUV-V3-Prüfung, Leiterprüfung und Druckluftleckageortung.
Gesetzlich Pflicht. Kaum bekannt.
Jedes Unternehmen muss seine ortsveränderlichen elektrischen Geräte regelmäßig prüfen lassen: Bohrmaschine, Kaffeemaschine, Verlängerungskabel, Laptop-Netzteil. So verlangt es die DGUV Vorschrift 3, und die Verantwortung trägt der Unternehmer. Viele Betriebe wissen das nicht, bis etwas passiert.
H&N Service aus Münsingen übernimmt diese Prüfungen, dazu Leiterprüfungen und die Ortung von Druckluftleckagen. Dahinter steht ein junges Team aus gelernten Mechatronikern, das sich seinen Betrieb selbst aufgebaut hat, den ersten Auftritt eingeschlossen. Viel Einsatz, aber ein Zeichen, das mehr erzählen wollte, als auf einen Prüfaufkleber passt.

Erst gebraucht. Dann gewollt.
Im ersten Termin haben Silas Nowotni und Florian Haarseim erzählt, was H&N ausmacht: Flexibilität, faire Preise, kurze Wege auf der Alb und ein Team, das Lust auf seine Arbeit hat.
In der Präsentation zu Strategie und Creative Direction haben wir das gegen den Markt gelegt, vom regionalen Prüfbetrieb bis zum bundesweiten Großanbieter. Der Befund: Geräteprüfung ist Pflicht, keine Kür. Viele Anbieter verlassen sich darauf, gebraucht zu werden, und investieren wenig darin, gewollt zu sein.
Genau dort liegt die Positionierung von H&N. Kein Betrieb, der sich auf einem alten Namen ausruht, sondern ein junges Team, das sich dieses Thema ausgesucht hat und sich mit „irgendwie erledigt“ nicht zufriedengibt. Aktuelles Wissen, Ehrgeiz und ein persönlicher Umgang ergeben saubere Prüfungen und eine Zusammenarbeit, der man vertraut.
Für die Gestaltung standen zwei Moodboards zur Wahl: ruhig und technisch in Türkis und Dunkelblau oder laut und zupackend in Gelb und Orange. H&N hat sich für die erste Richtung entschieden, „The Next Generation“.
Eine Farbe führt. Zwei Schriften tragen.
Aus der gewählten Richtung ist ein Manual geworden, mit dem H&N den Auftritt selbst einsetzen kann. Es beginnt bei Farbe und Schrift.
Türkis ist die Hauptfarbe. Es steht für Klarheit und Dynamik, setzt gezielt Akzente und sorgt dafür, dass man H&N wiedererkennt. Lichtgrau, Mittelgrau, Anthrazit und Nachtblau stützen das Türkis und geben dem Auftritt Tiefe, Seriosität und eine technische Anmutung. Jede Farbe gibt es zusätzlich in drei Abstufungen mit 80, 40 und 20 Prozent.
Die Ofelia ist die Stimme der Marke. Sie setzt Überschriften und den Claim, prägnant und mit technischem Charakter. Die Inter übernimmt alles, was gelesen werden muss, klar und auch klein gut lesbar. Die Hierarchie reicht von der Kopfzeile über Überschrift und Anleser bis zum Fließtext.


Ein Zeichen. Ein Blitz.
Das alte Logo hatte viele Bestandteile, viel Text und einen Farbverlauf, der im Druck Probleme machen kann. Auf kleinen Formaten ließ es sich kaum darstellen, und es wirkte konservativer, als das Team ist.
Das neue Zeichen reduziert auf zwei Buchstaben: H und N in schräger, kräftiger Form, der Blitz sitzt in der Fuge dazwischen. Daraus entsteht ein System in drei Formen. Das Hauptlogo setzt den Firmennamen unter die Bildmarke. Das Sekundärlogo stellt beides nebeneinander und ergänzt die Leistungszeile. Die Bildmarke steht allein, wo wenig Platz ist.
Alle drei funktionieren einfarbig, auf hellem wie auf dunklem Grund. Für den farbigen Einsatz sind vier Kombinationen festgelegt: Weiß auf Türkis, Türkis auf Anthrazit, Anthrazit auf Türkis, Grau auf Nachtblau. Und der Blitz löst sich vom Logo und wird zum eigenen Gestaltungselement.





Ein Auftritt. Bis zum Prüfaufkleber.
Im Einsatz zeigt sich, ob ein System trägt. Die Bildsprache arbeitet mit tiefen Schatten, Akzentlicht in Markenfarbe, transparenten Farbflächen und dem Blitz als Bildausschnitt. Dazu kommt der Claim, der die Leistung in drei Wörtern fasst: Einfach. Sicher. Geprüft.
Die Anwendungsbeispiele aus der Präsentation spielen das durch: Banner mit den drei Leistungen, ein Großflächenplakat, Shirt, Sticker und Profilbild. Die Bildmarke ist zudem als Prüfsiegel angelegt, denn der Aufkleber am Gerät ist oft das Einzige, was die Belegschaft beim Kunden vom Prüfdienstleister zu sehen bekommt.




Haftung erklären. Ohne Angst zu machen.
Parallel zur Gestaltung entstand die Website: Wireframe im Februar, Zwischenstand im März, online im April. Die Startseite führt in fester Reihenfolge durch das Thema: zuerst das Versprechen, dann der Hinweis, wer haftet, wenn nicht geprüft wird, dann welche Geräte betroffen sind und was im Alltag schiefgeht. Erst danach kommen die Leistungen in drei Blöcken: Nachweise und Dokumentation, Prüfung außerhalb der Betriebszeiten, Erinnerung an die nächste Frist.
Vom ersten Termin Anfang Januar bis zur fertigen Website vergingen rund drei Monate.
Kurzer Rahmen. Klare Entscheidungen.
Der Brand Sprint ist ein Format, das wir nur wenigen Kunden im Jahr anbieten.
Er ist für junge Betriebe gedacht, die schnell einen tragfähigen Auftritt brauchen und bereit sind, die Gestaltung aus der Hand zu geben.
Zuerst kommt alles auf den Tisch: Ziele, Vorlieben, Referenzen, auch das, was nicht gefällt.
Danach gestalten wir frei, sortieren intern aus und zeigen nur die stärksten Richtungen.
Der Kunde wählt eine Linie, nicht Details. Ab dann wird konsequent ausgearbeitet, ohne Korrekturschleifen.
So bleibt ein kleiner Rahmen wirtschaftlich, und das Ergebnis wird aus einem Guss.
Ihr Auftritt ist mit dem Betrieb nicht mitgewachsen? Sprechen Sie uns auf einen Brand Sprint an.